Gesunde Beeren: 5 Gründe, warum du Erdbeeren essen solltest

Gesunde Beeren: 5 Gründe, warum du Erdbeeren essen solltest

Wie gesund sind Erdbeeren eigentlich? Das beliebte Beerenobst enthält viele Vitamine und schmeckt herrlich süß. Diese Tatsache spricht schon sehr für die aromatischen Früchte. Da ist aber noch einiges mehr, das Erdbeeren zu bieten haben.

1. Mit Erdbeeren gesund naschen

Erdbeeren sind bei Erwachsenen und Kindern beliebt. Wenn sie richtig reif sind, schmecken sie herrlich süß, ganz ohne industriellen Zucker oder Chemie. Erdbeeren sind eben natürliche, vollwertige Lebensmittel. Das ist ein klarer Vorteil, wenn du Lust auf Süßes hast und dich bewusst gegen verarbeitete und nährstoffarme Lebensmittel entscheidest. Erdbeeren zum Nachtisch sind eine gute Wahl. Ob pur oder mit Joghurt, Pancakes oder Waffeln – mit Erdbeeren als alternatives Süßungsmittel kann sich der Nährwert deines Desserts oder deiner Süßspeise sehen lassen.

Gerade für Babys und Kleinkinder, die noch keinen Zucker essen sollten, sind Erdbeeren besonders gut geeignet. Sie treffen meist die Vorlieben der Kleinen und sind ein klasse Lebensmittel, das Appetit, Spaß und Nährstoffe auf den Kinder-Teller bringt.

Grundsätzlich braucht es keinen Vergleich, welches Obst das gesündeste ist. Wenn du allerdings auf deine Blutzuckerwerte achten musst, dann sind Erdbeeren ebenfalls eine gute Wahl. Was den Blutzuckeranstieg betrifft, sind sie besser dazu geeignet, diesen im Gleichgewicht zu halten, als andere zuckerreichere Obstsorten, wie zum Beispiel Bananen, Birnen oder Kaki.

2. Gesunde Erdbeeren: reich an Vitamin C

Vitamin C ist wichtig für das Immunsystem und in der gesunden Erdbeere steckt reichlich davon. So enthalten Erdbeeren pro 100 g sogar mehr Vitamin C als Orangen.

Vitamin C ist ein Antioxidans. Das bedeutet, dass Erdbeeren die Eigenschaft besitzen, Körperzellen vor freien Radikalen zu schützen. Denke beim Essen von Erdbeeren also daran, dass du gleichzeitig etwas für dein Immunsystem, deine Zellen und auch deine Haut tust. Schmecken sie dann nicht gleich sogar noch besser?

3. Erdbeeren verbessern die Nährstoffaufnahme von Eisen und Zink

Eisen und Zink sind wichtige Mineralstoffe. Dein Körper braucht sie in ausreichender Menge, um dich fit und gesund zu halten. Erdbeeren verbessern die Aufnahme dieser Nährstoffe durch das darin enthaltene Vitamin C und die Fruchtsäure.

Der Tagesbedarf von Eisen ist abhängig von Alter, Geschlecht und Lebensumständen. Gerade bei einem vergleichsweise hohen Bedarf im Kindesalter, während der Menstruation oder in Schwangerschaft und Stillzeit ist es besonders wichtig, auf eine gute Versorgung mit Eisen zu achten. Dabei kann dir das Vitamin C aus den Erdbeeren helfen. Denn es fördert die Aufnahme von Eisen. Das heißt, in Kombination mit Erdbeeren (Vitamin C) bekommst du mehr Eisen aus einem Lebensmittel als ohne Vitamin C.

Der Tagesbedarf von Zink liegt für Männer bei 10 bis 16 mg/Tag und für Frauen bei 7 bis 10 mg/Tag, abhängig davon, wie viel Phytat die Ernährung enthält.

Die Fruchtsäure aus den Erdbeeren kann einen positiven Effekt auf die Aufnahme von Zink haben. Auch hier wird aus dem Lebensmittel mehr Zink aufgenommen, wenn es mit Erdbeeren (oder mit Fruchtsäure aus anderem Obst) gegessen wird.

Erdbeeren: gesund im Frühstück
Erdbeeren sind auch gesund, weil sie die Nährstoffaufnahme aus deinem Frühstück verbessern können.
Porridge kombiniert mit Erdbeeren: So bekommst du zum Beispiel mehr Eisen und Zink aus den Haferflocken.

4. Erdbeeren enthalten Folsäure

Folsäure ist für viele lediglich als „Schwangerschaftsvitamin“ ein Begriff. Dabei ist es unabkömmlich für alle Menschen, unabhängig von Alter und Geschlecht. Lediglich der Bedarf unterscheidet sich. Vor allem in der durchschnittlichen Mischkost ist es nur mangelhaft in der Ernährung vertreten. Wer sich ausschließlich pflanzlich oder sehr pflanzenbetont ernährt, kann meist eine bessere Versorgung mit Folsäure vorweisen. Erdbeeren enthalten 44 Mikrogramm Folsäure pro 100 g. Der durchschnittliche Tagesbedarf für einen Erwachsenen liegt bei 300 Mikrogramm. Damit kannst du deine Folsäureversorgung ein wenig aufwerten. Denn 100 g Erdbeeren sind leicht und schnell gegessen. Das macht die tägliche Zufuhr an Folsäure nicht nur unkomplizierter, sondern auch köstlicher.

5. Positive Effekte der sekundären Pflanzenstoffe auf die Gesundheit

Sekundäre Pflanzenstoffe sind wertvolle Bestandteile von Pflanzen, darunter auch von jenen, die wir als Lebensmittel verzehren. Sie haben viele spannende Eigenschaften. Ihre Wirkungsweise ist allerdings noch lange nicht vollständig erforscht. Dennoch isteindeutig, dass einige dieser Stoffe sehr vorteilhaft auf die Gesundheit des Menschen wirken können.

Bestimmte sekundäre Pflanzenstoffe, die unter anderem auch in Erdbeeren enthalten sind, wirken im Körper antioxidativ, schützen Zellen vor freien Radikalen und können sogar den Blutdruck senken (Quelle). Außerdem beugen sie oxidativem Stress vor (Quelle).

Darüber hinaus lassen sieden Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen. Dieser Umstand ist nicht nur bei bestehenden Erkrankungen und dem aktiven Blutzuckermanagement, sondern auch bei der langfristigen Prävention von Diabetes Typ 2 interessant.

Das solltest du außerdem über Erdbeeren wissen

Helfen Erdbeeren beim Abnehmen?

Überall wird der niedrige Kaloriengehalt von Erdbeeren angepriesen. Angeblich sorgt vor allem diese geringe Anzahl an Kalorien der Früchte dafür, dass Erdbeeren als gesund angesehen werden und beim Abnehmen helfen sollen. Das ist natürlich zu kurz gedacht. Erdbeeren können dabei helfen, Gewicht zu reduzieren, wenn:

du beispielsweise Erdbeeren statt Süßigkeiten isst. Damit versorgst du deinen Körper mit Nährstoffen und Wasser und ersparst ihm beispielsweise im Falle eines gegen die Beeren eingetauschten Schokoriegels, ungünstige Fettsäuren, Industriezucker und Energie in Form von Kalorien. Letztendlich kommt es jedoch auf dein Essverhalten insgesamt an, nicht auf einen Schokoriegel oder Erdbeeren zum Nachtisch oder zwischendurch. Ich kann dir Erdbeeren unter anderem aus den genannten Gründen sehr empfehlen. Innerhalb einer gesunden Ernährung hat allerdings beides Platz, auch dann, wenn du abnehmen möchtest.

Erdbeeren regional und saisonal einkaufen

Erdbeeren im Winter sind selbstverständlich nicht die beste Idee. Sie werden von weit weg eingeflogen, geben geschmacklich nicht viel her und haben eine katastrophale CO2-Bilanz im Gepäck. Das muss nicht sein. In Deutschland, Österreich und der Schweiz haben Erdbeeren zwischen Juni und Juli Saison. Achte also darauf, am besten innerhalb der Saison und regional einzukaufen. Erdbeeren aus Spanien treiben das dort bereits kritische Problem des Wassermangels nur noch weiter voran. Wenn du hier also bequem Erdbeeren aus Deutschland kaufen kannst, warum dann woanders die Wasserreserven dezimieren?

Tiefgekühlte Erdbeeren stecken voller Vitamine

Hast du im Winter doch Lust auf Erdbeeren, dann kannst du auf die Tiefkühlvariante zurückgreifen. Achte nur hierbei ebenfalls darauf, wo die Erdbeeren ursprünglich geerntet wurden. Tiefgekühlte Früchte sind genauso nährstoffreich und lassen sich leicht verarbeiten. So kannst du auch im Herbst und Winter einen Erdbeersmoothie genießen, dein Porridge mit Erdbeeren verfeinern oder eine leckere Erdbeermarmelade kochen.

Pestizide in Erdbeeren – besser Bio

Erdbeeren gesund Bio

Sind Nicht-Bio-Erdbeeren auch gesund? Ob aus dem biologischen oder konventionellen Anbau – diese Frage ist nicht nur bei Erdbeeren relevant. Allerdings lohnt sich ein gesonderter Blick auf Erdbeeren, weil diese Lebensmittel in letzter Zeit Schlagzeilen durch ihre hohe Belastung mit Pestiziden gemacht haben. Aus gesundheitlicher Sicht und ebenso aus Umweltgründen lohnt es sich also, Erdbeeren aus biologischem Anbau zu bevorzugen. So vermeidest du, dass diese Vielzahl an Pestiziden in deinen Körper gelangt und förderst gleichermaßen durch deine Kaufentscheidung und den signalisierten Bedarf den Bio-Anbau.

Ein Argument für viele Menschen für die konventionellen und damit stark Pestizid-belasteten Erdbeeren ist natürlich der Preis. Bio-Erdbeeren sind nun mal teurer. Das ist und bleibt eine individuelle Abwägung. Beide Varianten haben einen ähnlichen Gehalt an Nährstoffen und sekundären Pflanzenstoffen. Wenn du es dir leisten kannst, dann würde ich immer die Bio-Variante empfehlen. Die Tiefkühlerdbeeren sind hier häufig erschwinglicher. Außerdem gibt es gelegentlich Angebotspreise. Ansonsten gilt auch hier: Wähle die für dich umsetzbare Form einer gesundheitsfördernden Ernährung.

Texter Ernährung

Quellen

Strawberry and human health: effects beyond antioxidant activity: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24450925/
Zink: https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/zink/?L=0
Nährstoffdatenbank von ecodemy.de
Pestizide in Erdbeeren: https://www.swrfernsehen.de/marktcheck/erdbeeren-pestizide-test-100.html

Bilder:
Titelbild: Schüssel mit Erdbeeren, Anastasia Zhenina, pexels (bearbeitet)
Müsli: ID 27707, pixabay
Erdbeeren: Brigitte Tohm, pexels (bearbeitet)
Laptop: Deeezy, pixabay (bearbeitet)



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