5 Gründe, warum du Grünkohl essen solltest

5 Gründe, warum du Grünkohl essen solltest

Gehört Grünkohl schon zu deinen Gemüse-Favoriten? Falls nicht, dann ist es höchste Zeit, das zu ändern. Es gibt viele gute Gründe, Grünkohl zu essen. Fünf davon erfährst du hier.

Gute Gründe Grünkohl zu essen

Grünkohl hat im Winter Saison und ist weit verbreitet. Auch hierzulande trifft man das Gemüse in der saisonalen Küche in den verschiedensten Variationen an. Wie so einige Kohlsorten scheint allerdings auch der Grünkohl zu polarisieren: Die einen hassen ihn, die anderen lieben ihn und möchten vor allem um und an Weihnachten nicht auf das Traditionsgemüse verzichten. Der Grünkohl kann aber natürlich einiges mehr als nur ein Beilagendasein fristen. Sowohl was seine Inhaltsstoffe als auch was sein kulinarisches Potenzial angeht, kann er sich sehen lassen. Sollte Grünkohl noch nicht auf deiner Liste der Liebliengsgemüsesorten stehen, dann überzeuge dich selbst, warum es an der Zeit ist, dieser Kohlsorte eine Chance zu geben und ihr einen Platz auf deinem Teller einzuräumen.

1. Grünkohl steckt voller Nährstoffe

Grünkohl essen lohnt sich, denn er ist sehr nährstoffreich. Das ist unabhängig davon, ob du dich mischköstlich, vegetarisch oder vegan ernährst, ein großes Plus für deine Nährstoffversorgung.

Vitamin A/Betacarotin

Das Wintergemüse weist einen sehr hohen Gehalt an Betacarotin (Provitamin A) auf. Vitamin A wird unter anderem für die Zellteilung benötigt und spielt bei der Fruchtbarkeit sowie beim Wachstum eine wichtige Rolle.

Möchtest du mehr über Betacarotin erfahren und wie du innerhalb einer rein pflanzlichen Ernährungsweise deinen Bedarf decken kannst? Dann empfehle ich dir dazu meinen Blogartikel Betacarotin: Vitamin-A-Bedarf decken mit pflanzlicher Ernährung

Vitamin C

Grünkohl enthält viel Vitamin C. Das kannst du dir besonders gut zunutze machen, indem du ihn nicht übermäßig lange kochst, sondern zum Beispiel einen grünen Smoothie mit frischem oder mit tiefgefrorenem Grünkohl zubereitest.

Dabei solltest du darauf achten, dass der Smoothie mindestens aus einer Hälfte Gemüse und nicht mehr als einer Hälfte Obst besteht. Beispielsweise kannst du etwas Grünkohl mit Banane und einem Schuss Pflanzenmilch und Wasser pürieren oder wenn es weniger tropisch sein soll, dann mit Apfel, Birne oder Orange. Für einen Grünkohl-Smoothie ist auf jeden Fall ein leistungsstarker Mixer erforderlich, sonst hast du keine Freude an einem krümeligen Ergebnis und eventuell einem kaputten Mixer.

Eine andere Variante Vitamin-C-reichen Grünkohl zu essen, ist einen Grünkohl-Salat zuzubereiten. Dafür entfernst du die harten Stile aus der Mitte der Grünkohlblätter, schneidest den Grünkohl klein und knetest ihn gut durch, damit er weicher wird und leichter zu kauen. Dazu passt beispielsweise etwas Fruchtiges wie ein Apfel und Rosinen. Eine Salatsoße mit Sesam- oder Erdnussmus sorgt durch etwas Fett für eine bessere Nährstoffaufnahme und verleiht dem Salat das gewisse etwas.

Grünkohl gesund
Frischer Grünkohl enthält viel Vitamin C.

Vitamin K

Grünkohl zu essen, beschert dir zusätzlich eine gute Menge Vitamin K. Das Vitamin spielt bei der Blutgerinnung eine wichtige Rolle. Es wird für die Bildung von Gerinnungsfaktoren benötigt. Ebenso ist es am Knochenstoffwechsel beteiligt und verhindert Kalkablagerungen in den Gefäßen.

Eisen

Grünkohl enthält etwas Eisen und dazu Vitamin C. Das ist eine recht praktische Kombination, denn durch das Vitamin C wird das Eisen besser aufgenommen. Vor allem Frauen im gebärfähigen Alter und Schwangere sollten auf ihre Eisenversorgung besonders gut achten, da der Eisenbedarf in dieser Lebenssituation höher ist. Ein leichter Eisenmangel kann sich durchunspezifische Symptome bemerkbar machen, wie zum Beispiel Müdigkeit und Leistungsabfall.

Kalium

Der Mineralstoff Kalium ist vor allem für seine positive Wirkung auf Gefäße und Blutdruck bekannt. Grünkohl enthält viel Kalium, sodass es lohnenswert ist, Grünkohl in eine herzgesunde Ernährungsweise zu integrieren. Darüber hinaus erfüllt Kalium eine wichtige Funktion bei der Regulation des Wasserhaushalts im Körper (gemeinsam mit Natrium). Außerdem ist der Mineralstoff an der Aufrechterhaltung des Säure-Basen-Haushalts beteiligt.

Magnesium

Grünkohl enthält Magnesium. Dieser Mineralstoff ist an sehr vielen Prozessen im Körper beteiligt. Es ist Cofaktor von mehr als 600 Enzymen. Unter anderem beeinflusst dieses Mengenelement die Reizübertragung im Körper, die Knochengesundheit, den Fettstoffwechsel und noch vieles mehr. Deshalb spricht viel dafür, stets ausreichend Magnesium über die Nahrung aufzunehmen. Dazu kann Grünkohl einen guten Beitrag leisten.

2. Grünkohl: Ein guter Calciumlieferant bei veganer Ernährung

Grünkohl weist einen hohen Calciumgehalt im Vergleich zu anderen Gemüsesorten auf. Calcium kann bei einer veganen Ernährung ein kritischer Nährstoff sein. Das bedeutet, dass es je nach Ernährungsgewohnheit, es eventuell nicht ganz einfach sein kann, den täglichen Bedarf zu decken. Deshalb lohnt es sich, Grünkohl häufiger in den Speiseplan einzubauen. Damit nutzt du das Gemüse gleich für eine ordentliche Portion Calcium.

3. Grünkohl essen und von Ballaststoffen profitieren

Grünkohl steckt nicht nur voller wertvoller Vitamine und Mineralstoffe, sondern ist auch reich an Ballaststoffen. Ballaststoffe sorgen für eine geregelte Verdauung und können sich positiv auf den Blutzucker- und Cholesterinspiegel auswirken. Ein Gericht mit Grünkohl kann also durchaus verdauungsfördernd sein.

Hier solltest du allerdings Acht geben. Eine Schüssel voller Grünkohl zu verspeisen, wenn du dieses Lebensmittel noch nicht gewöhnt bist, kann deine Verdauung vor sehr große Herausforderungen stellen und vielleicht sogar überfordern. Taste dich lieber langsam mit kleinen Mengen oder zum Beispiel mit einem Smoothie vor, um zu sehen, wie dein Verdauungssystem auf Grünkohl reagiert. So profitierst du am meisten von den positiven Eigenschaften des nährstoffreichen Wintergemüses.

Möchtest du mehr über Ballaststoffe erfahren und wie du mehr von diesen wertvollen Pflanzenfasern in deine Ernährung einbauen kannst? Dann schau dir die Infos und Tipps im Artikel „Ballaststoffe – wertvolle Pflanzenfasern in Lebensmitteln“ an.

4. Grünkohl – das regionale Superfood

Grünkohl ist zur Saison aus deutschem Anbau erhältlich. Das spart unnötige Transportwege und damit CO2-Emissionen. Unser Ess- und Einkaufsverhalten beeinflusst den CO2-Ausstoß und damit auch den Klimawandel erheblich. Warum also in die Ferne schauen, wenn dieses nährstoffreiche Gemüse praktisch vor der Haustür wächst? Pflanzlich, regional und saisonal sind die zuverlässigsten Marker für eine nachhaltige und klimafreundliche Ernährung.

Möchtest du zusätzlich der Umwelt und deiner Gesundheit zuliebe auf Pestizide verzichten? Dann wähle Grünkohl aus Bioanbau. Vor allem tiefgekühlter Bio-Grünkohl ist häufig relativ preiswert.

Grünkohl: regionales Superfood
Grünkohl: das regionale Superfood

5. Grünkohl enthält gesundheitsfördernde sekundäre Pflanzenstoffe

Grünkohl gehört zur Pflanzenfamilie der Kreuzblütler. Die Kreuzblütler umfassen viele Pflanzenarten, darunter einige (Heil-)Kräuter, Rucola und Radieschen sowie verschiedene Kohlsorten, wie zum Beispiel Broccoli, Weißkohl, Blumenkohl und auch Grünkohl. Kreuzblütler gelten aufgrund ihrer besonderen Inhaltsstoffe als sehr gesundheitsfördernd.

Bestimmte sekundäre Pflanzenstoffe wie die sich in Grünkohl befindenden Flavonoide können dazu beitragen, erhöhte Cholesterinwerte zu senken.

Charakteristisch für die Kreuzblütler und somit auch für Grünkohl sind die darin enthaltenen Glucosinolate. Das sind Senföle, die krebsvorbeugend wirken können. Vor allem das Glucobrassicin spielt eine Rolle bei der Vorbeugung von Krebs, insbesondere bei Brustkrebs, da es bestimmte Stoffe wie Östrogenderivate im Körper neutralisieren kann. (Studie)

Nicht nur Grünkohl, sondern viele Gemüsesorten sind sehr gesundheitsfördernd und gehören unbedingt in deine tägliche Ernährung. Fällt es dir schwer, regelmäßig Gemüse zu essen, helfen dir vielleicht diese Tipps aus meinem Artikel „Mehr Gemüse essen – so klappt es“.

Grünkohl einkaufen, kochen und essen

Wenn du Grünkohl kaufst, achte darauf, dass die Blätter dunkelgrün sind und leicht quietschen, wenn du sie aneinander reibst. Sie sollten nicht welk aussehen.

Bei der Zubereitung solltest du die harten Stiele von den Blättern entfernen. Ist dir das zu aufwendig oder bekommst du keinen frischen Grünkohl, kannst du gern zum Tiefkühlprodukt, vorzugsweise in Bioqualität, greifen. Dieser ist bereits klein geschnitten und küchenfertig einsetzbar.

Grünkohl ist nicht gleich Grünkohl. Es gibt auch hier verschiedene Sorten, die sich auch optisch etwas voneinander unterscheiden. Solltest du die Gelegenheit haben und auf eine Sorte treffen, die du noch nicht aus dem Supermarkt kennst, probiere sie ruhig aus. Vielleicht entdeckst du dabei eine interessante Abwechslung.

Mangelt es dir an Ideen, was du mit Grünkohl anstellen kannst? Hier findest du einige vegane Rezepte mit Grünkohl zum Nachmachen oder als Inspiration:

Grünkohl-Pesto mit Pasta (vegan-taste-week.de)

Veganes Grünkohl-Süßkartoffel-Curry (ndr.de)

Superfood Salat (veganuary.com)

Quellen

Glucosinolate und Krebs: www.dgem.de/sites/default/files/PDFs/Veranstaltungen/Ernaehrung2004/gerhaeuser2mb.pdf
Kalium: www.dge.de/wissenschaft/faqs/kalium/#c4107
Magnesium: www.dge.de/wissenschaft/faqs/ausgewaehlte-fragen-und-antworten-zu-magnesium/#c11861

Bilder:

Titelbild: Grünkohl: anaterate, pixabay (bearbeitet) | Grünkohlsmoothie: monikabaechler, pixabay (bearbeitet)
Grünkohl: anaterate, pixabay
Grünkohlsmoothie: monikabaechler, pixabay



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